Der Schlosspark in Stuttgart heißt eigentlich Schlossgarten und unterteilt sich in einen oberen, mittleren und unteren Schlossgarten. Für den ruhesuchende Besucher ist diese Aufteilung erst einmal weniger interessant, da alle Teile nahtlos miteinander verbunden sind.

Der Park erstreckt sich über eine Fläche von über 60 Hektar vom Schloßplatz in der Innenstadt bis zum Neckarufer bei Bad Cannstatt. Während die Ursprünge bereits im 16. Jahrhundert liegen, verdankt der Schlossgarten sein heutiges Aussehen den Bundesgartenschauen von 1961 und 1977 sowie der Internationalen Gartenbauausstellung IGA von 1993.

Vor allem sonntags und bei gutem Wetter ist der Stuttgarter Schlossgarten ein beliebtes Ausflugsziel und Spaziergänger teilen sich die Wege mit Inlinern und Fahrradfahrern.

Wie der Name nahelegt, beginnt der Schlossgarten am Schloss. Und da Stuttgart sowohl ein Altes und ein Neues Schloss hat und beide ziemlich nahe beisammen und mitten im Zentrum Stuttgarts liegen, sind es nur wenige Schritte von der Königstrasse zum Eckensee. Dort, etwas eingezwängt zwischen Neuem Schloss, Landtag, Schauspielhaus und Oper liegt der Obere Schlossgarten.

Bild des Eckensees neben der Oper Stuttgart
Eckensee mit Oper, copyright stuttgart infos

Bild Eckensee

Über eine Brücke geht es mit Blick auf den Hauptbahnhof und die Stuttgart 21 Baustelle in den mittleren Schlossgarten. Rechter Hand befindet sich, etwas unscheinbar, das Planetarium Stuttgart. Wer sich jetzt schon stärken will, geht noch ein paar Schritte bis zum "Biergarten am Schlossgarten" (www.biergarten-schlossgarten.de)

Ganz in der Nähe kann man zuschauen, wie Boulespieler eine ruhige Kugel schieben oder beim Gartenschach der Rösselsprung geübt wird.

Als nächstes passiert man die Ruine des im 16. Jahrhundert erbauten "Neuen Lusthauses". Ursprünglich zur Zerstreuung der Adligen erbaut, erfolgte im 18. Jahrhundert der Umbau zum Opernhaus und später zum Königlichen Hoftheater bevor das Gebäude 1902 vollkommen abbrannte. Der westliche Arkadengang mit zwei Treppenläufen wurde vom ursprünglichen Standort am Schlossplatz an den jetzigen Standort verbracht.

Ebenfalls noch im mittleren Schlossgarten befindet sich das "NIL - Cafe am See". Hier kann man auf der einladenden Seeterasse oder im überdachten Loungebereich frühstücken, zu Mittag essen, sich zwischendurch bei Kaffee und Kuchen stärken oder abends die Getränkekarte studieren. Latinfreunde kommen jeweils sonntags auf ihre Kosten, wenn ab 20:30 die große Salsa-Party steigt (www.nil-stuttgart.de)

Im unteren Schlossgarten passiert man einen großen Grillplatz, der vor allem am Wochenende von Publikum aus aller Welt gut frequentiert ist. Der nebenan liegenden Kiosk versorgt diejenigen mit Getränken, die nicht ausreichend Vorrat mitgebracht haben.

An der Stadtbahnhaltestelle "Mineralbäder" kann man mit der U14 in Richtung Bad Cannstatt oder Stuttgarter Innenstadt fahren. Oder man läuft noch ein paar Meter bis zu den namensgebenden Mineralbädern "Leuze" und "Mineralbad Berg".

Von der Haltestelle "Mineralbäder" kann man auch bergauf in Richtung Rosensteinpark gehen, der wiederum an den zoologischen Garten "Wilhelma", und die beiden Standorte das Naturkundemusems Stuttgart angrenzt (Schloss Rosenstein und Museum am Löwentor).